Bauen, Formen und Gestalten weckten seit frühester Kindheit an meine Neugier. Dieses Interesse hat sich gesteigert und begeistert mich bis heute. Es ist nicht verwunderlich, dass ich am liebsten mit Ton, Gips, Holz oder Stein arbeite, aber ein Material hat es mir besonders angetan und das ist Pappmache.
Zum einen kann ich diese Masse nach Belieben selber herstellen, zum anderen entspricht sie in ihrer getrockneten Leichtigkeit genau dem, was ich brauche, um meine Figuren zu bauen.
1996 entstand meine erste Marionette und es folgten viele weitere Marionetten, Handpuppen und kleinere Figuren. Manche entspringen der Fantasie, andere sind lebenden oder ehemals lebenden Vorbildern nachempfunden.
Meine Profession sehe ich im Bau und der künstlerischen Gestaltung lebensgroßer Figuren. Ein kleines Heimatmuseum in Rheinland Pfalz suchte vor langer Zeit nach einer Möglichkeit, die hauseigene Dauerausstellung zu beleben und nicht nur für die jüngeren BesucherInnen noch interessanter zu gestalten. So wurde 1999 der Küchenjunge „geboren“, der seinen Platz am historischen Küchenkamin erhielt. Angetan von der positiven Wirkung dieser Figur, bekam ich weitere Aufträge. In der „guten Stube“ saßen bald eine Frau, an der Wiege und eine strickende Großmutter, die zum Liebling der Museumsgäste wurde.
Seit dieser Zeit haben viele weitere Geschöpfe Einzug in andere Museen Deutschlands gehalten und lassen so manche Ausstellung noch spannender und attraktiver werden.
Meine lebensgroßen Figuren sind allesamt Einzelstücke, sozusagen Unikate. Sie schauen nicht starr ins Eck wie Schaufensterpuppen, sondern sind dem Betrachtenden zugewandt und wirken mit einem heiteren Gesichtsausdruck und einer natürlichen Körperform fast lebensecht. Von Kopf bis Fuß ist alles Handarbeit und so sind und bleiben sie einmalig.